In unseren Augen ist das subversive Marketing eine Steigerung des Guerilla Marketing.
Kleine Werbeetats bei neuen Produkteinführungen fordern im Public Relation Marketing eine kreative Nutzendarstellung. Wir bieten Ihnen das Potenzial mit wenig viel zu erreichen.
Das subversive Marketing ist im öffentlichen Raum als eine Herangehenweise, fern ab vom Massenmarkt, das Marketing Entrepreneurial zu plazieren. Eine Art Kultur-Provokation steigert die Wahrnehmung einer neuen Markttasche. Hierbei werden bestehende Muster aufgebrochen und neu definiert.
PR für Startups findet in kleinen Zielgruppen statt. Den Kreativen Wohlstand von Firmengründern zu fördern ist einer unserer Passionen. Der neue Begriff ”Campaigning”, also die Methode der Veränderung, hilft die Belegschaft, die Förderer und die Kunden gemeinsam zu vernetzen und die strikte Planeinhaltung wird abgebrochen.
Es wird der Erfolg täglich aufs neue gesucht – und nicht der strikte Plan befolgt.
Es geht nicht um Besiegen oder Vernichten, sondern Öffnung des Unberechenbaren und Impulse geben.
Gern zitiere ich Andreas Graf Bernstorff:
„Subversive Kampagnen”
Moderne Kampagnen sind Eingriffe in, meist größere, Kommunikationssysteme in Gesellschaft, Politik oder Marktgeschehen. Bestimmte Elemente von Systemen sollen beseitigt, ausgetauscht oder aktiviert werden. Nachhaltige Veränderung ist das Ziel. Idealerweise kommen Kampagnen zeitlich unerwartet und inhaltlich überraschend bei denjenigen an, von denen Änderungen gefordert werden.
Kampagnen werden von Akteuren gestartet, die das jeweilige Zielsystem nicht ursprünglich beherrschen, noch nicht einmal Teil von ihnen sind. Sie arbeiten auf eine Veränderung an entfernten Orten hin. Sie stehen zunächst außen vor. Und dennoch, an einem bestimmten Punkt werden sie als Mitspieler Teil des Systems, notgedrungen, aber auch nur zeitweise.
Campaigning ist eine „subversive“ Tätigkeit. Anders als „Revolutionäre“ oder bekennende „Systemveränderer“ aber greifen Campaigner nicht Systeme in toto an und oft auch nicht direkt. Sie spielen über die Bande. Sie vermeiden die Provokation der maximalen Immunabwehr beim Gegner und lassen ihn sein Gesicht wahren. Sie achten auf die „Anschlussfähigkeit“ ihrer Forderungen und Parolen, sie berufen sich auf gemeinsame Positionen und gesellschaftliche Grundwerte, denen sich niemand leicht entziehen kann (Simon, Bernstorff 2005). Das müssen sie schon deswegen tun, weil sie von außen, unten oder höchstens von der Seite kommen, auf jeden Fall die Goliaths aus der David-Position heraus angehen.
So arbeiten die klassischen NGO-Kampagnen: amnesty international für die Freilassung politischer Gefangener, die Abschaffung von Folter und Todesstrafe, Umweltschützer gegen Atomkraft und die Ausrottung bedrohter Arten, Greenpeace für ein internationales Verbot von Müllexporten, gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen.
Strategische Konfliktinszenierung
Kampagnen sind von vornherein auf Wirkung bedacht, und zwar vom ersten Schritt an. Campaigner messen alle Teilerfolge und Rückschläge während der Kampagne an der Nähe zum Ziel und an ihrer Gerichtetheit auf den Zielpunkt.
Campaigner wollen Verhalten schnell, beobachtbar, verändern und dann die Veränderung dauerhaft und verbindlich machen (Retention, siehe Simon, Bernstorff 2005). Andernfalls wären sie keine Campaigner, die sich nach getaner Tat neuen Themen und Zielen zuwenden, sondern gefragte Spezialisten für die Medien – freilich sind die besten Campaigner zeitweise beides.
Campaigner sind ehrgeizige Dynamiker, keine Machtmenschen, die an Erfolgen kleben oder gefestigte Positionen einnehmen und verteidigen wollen. Sie werden nur zeitweise zu Mitspielern auf den etablierten Feldern, eben, bis ihr Ziel erreicht ist. Veränderung ist ihre Profession. Ihre spezifische Bewegung ist das Hineingehen ins Zielsystem, um es wieder zu verlassen.
Sie setzen sich Zeitrahmen, budgetieren ihre Ressourcen, entwerfen Dramaturgien, halten B-Pläne vor und Ausstiegsszenarien bereit. Sie verschießen nicht ihr Pulver am ersten Tag, sondern beginnen mit Aufschlag, sie eskalieren und konfrontieren je nach Lage und die Reaktion von Interessenten. Sie inszenieren (amerikanisch: orchestrate) eine Auseinandersetzung in einem Spannungsbogen: Aufschlag, Eskalationsschritte 1,2,3… Höhepunkt, Vorbereitung des Ausstiegs…“